Bitumen-Dickbeschichtung 2K der neuesten Generation
Anwendungsbereich
-
Abdichtung von Kelleraußenwänden, Bodenplatten, Balkonen und Terrassen
- Abdichtung erdüberschütteter Decken
- Feuchteschutzschicht unter Estrichen
- Verklebung von Dämm- und Drainageplatten
Eigenschaften
BOTAMENT Black Future ist eine polystyrolgefüllte, zweikomponentige, zementfreie Bitumen-Dickbeschichtung zur Abdichtung von erdberührten Bauwerken und Bauteilen gegen Bodenfeuchte und nichtdrückendes Wasser bei Bodenplatten, erdberührten Wänden und erdüberschütteten Decken sowie gegen drückendes Wasser (mäßige Einwirkung) und gegen Spritzwasser und Bodenfeuchte an Wandsockeln.
Die innovative Rezeptur ist besonders ergiebig und ermöglicht eine sehr komfortable Verarbeitungszeit. BOTAMENT Black Future ist geprüft nach DIN EN 15814 und hoch beständig gegen aggressive Stoffe nach DIN 4030. BOTAMENT Black Future ist für Bauwerksabdichtungen nach DIN 18533 geeignet.
-
extrem lange Verarbeitungszeit: ca. 3 Stunden
-
für Temperaturen bis 35 °C geeignet
-
24 Monate lagerstabil
-
zementfreie Rezeptur
-
hoch ergiebig im Verbrauch
-
radondicht
-
flexibel
-
rissüberbrückend
Komponente A:
Achtung
H317 Kann allergische Hautreaktionen verursachen.
Produktvideo
Untergrund und Untergrundvorbereitung
Geeignete Untergründe für BOTAMENT Black Future sind Beton (Festigkeitsklasse größer gleich C 12/15), vollfugiges Mauerwerk, Putze der Mörtelgruppe P III gemäß DIN V 18550 (Kategorien CS III und CS IV gemäß DIN EN 998), sowie alte bituminöse Anstriche und Dickbeschichtungen.
Die Untergründe müssen tragfähig, sauber und frostfrei, frei von Fett, Farbanstrichen, Zementspiegeln, Trennmitteln, und losen Teilen sein. Vorstehende Mörtelreste sind mechanisch zu entfernen, Bankettkanten sind von Bauschutt und Erdreich zu befreien. Kanten sind im 45°-Winkel zu fasen. Risse im Untergrund müssen mit geeigneten Materialien verschlossen werden. Unregelmäßige Untergründe sowie Mischmauerwerk sind vorab mit einem Putz der Gruppe P III zu überarbeiten. Fugen in homogenen Mauerwerk sind bündig zu verfüllen.
Fehlstellen und offene Stoßfugen sind bei einer Breite von kleiner als 5 mm mit BOTAMENT Black Future zu verschließen. Sind die Fehlstellen und Stoßfugen 5 mm und größer, sind diese mit BOTAMENT M36 Speed, BOTAMENT M200 oder BOTAMENT RM2 zu verschließen.
Profilierungen, Lunker und Poren sind mit einer Kratzspachtelung aus BOTAMENT Black Future zu überarbeiten.
Anschließend wird der Untergrund vollflächig mit folgenden Produkten grundiert:
- BOTAMENT BE901 Plus bei saugenden und nicht bitumenhaltigen Untergründen
- BOTAMENT D12 bei stark saugenden, porösen und leicht absandenden Untergründen
- Kratzspachtelung aus BOTAMENT RD2 The Green 1 bei bituminösen Untergründen
Der Wandfußbereich ist während der Bauphase vor negativem Wasserdruck zu schützen. Hierfür wird empfohlen, die Dichtschlämmen BOTAMENT M34 und MS30 einzusetzen.
Innenecken wie beim Anschlussbereich Bodenplatte/Wand werden mit BOTAMENT M36 Speed Multifunktionaler Schnellzementmörtel oder mit BOTAMENT M200 Multimörtel ausgebildet. Vor dem Auftragen der ersten Abdichtungslage aus BOTAMENT Black Future muss der Hohlkehlenmörtel vollständig durchtrocknet sein.
Abdichtungen aus Bitumen-Dickbeschichtungen sollten unterhalb der späteren Geländeoberkante enden. Zu diesem Zweck wird vor dem Auftrag der Bitumen-Dickbeschichtung eine rissüberbrückende mineralische Dichtschlämme wie BOTAMENT RD1 Universal oder BOTAMENT RD2 The Green 1 sowohl im Bereich der Spritzwasserzone als auch im Bereich unterhalb der Geländeoberkante aufgebracht. Die Bitumen-Dickbeschichtung muss die Dichtschlämme mindestens 10 cm überlappen, um ein Hinterlaufen der Bitumen-Dickbeschichtung mit Feuchtigkeit zu vermeiden.
Verarbeitung
Das werkseitig vorgegebene Mischungsverhältnis ist genau einzuhalten.
Die Pulverkomponente wird in die Flüssigkomponente eingerührt (nicht umgekehrt), bis eine homogene und pastöse Masse entstanden ist. Anschließend wird BOTAMENT Black Future mit Maurerkelle, Glätter oder Spritzgerät in mindestens zwei Lagen aufgetragen (Die erste Lage muss soweit durchtrocknet sein, dass diese beim Auftrag der zweiten Schicht nicht mehr beschädigt werden kann.). Innen- und Außenkanten sind sorgfältig mit BOTAMENT Black Future zu überdecken. Auf den Stirnseiten der Fundamente bzw. der Bodenplatte ist BOTAMENT Black Future mindestens 10 cm tief herabzuführen.
Bei den Wassereinwirkungsklassen W2.1-E und W3-E ist das Glasseidengewebe BOTAMENT GS98 in die erste Lage einzuarbeiten. Es wird generell empfohlen, während der Ausführung die Schichtdickenkontrolle, den Materialverbrauch und die Durchtrocknungsprüfung gemäß DIN 18533 Teil 3 zu dokumentieren.
Hinweise
Die Vorgaben der DIN 18533 sind zu beachten. Ein eventueller Mehrverbrauch für Untergrundegalisierung und handwerkliche Schwankungen ist einzuplanen.
Bei der Abdichtung von Bauteilen und Bauwerken mit Bitumen-Dickbeschichtungen sind alle mitgeltenden Normen und Richtlinien in Ihrer aktuellen Fassung zu berücksichtigen.
Mit BOTAMENT Black Future kann eine radondichte Ausführung gemäß den aktuellen Empfehlungen des Bundesamts für Strahlenschutz ausgeführt werden. In diesem Fall muss BOTAMENT Black Future eine Gesamttrockenschichtdicke von mindestens 4,0 mm aufweisen.
Teerhaltige Altanstriche sind vorab vollständig zu entfernen und fachgerecht zu entsorgen.
Die Verarbeitung von BOTAMENT Black Future sollte nicht auf sonnenbeschienenen Flächen erfolgen.
Bei Arbeitsunterbrechungen wird BOTAMENT Black Future auf Null ausgezogen. Die Arbeiten werden mit mindestens 10 cm Überlappung weitergeführt. Unterbrechungen im Bereich von Ecken und Kanten sind unzulässig.
Das Verfüllen der Baugrube darf erst nach vollständiger Durchtrocknung von BOTAMENT Black Future erfolgen.
Zum Schutz der Abdichtung ist die DIN 18533 Teil 3 zu beachten. Hierzu wird die Verwendung der BOTAMENT Schutz- und Drainagebahn empfohlen.
BOTAMENT Black Future ist nicht zur Abdichtung gegen negativen Wasserdruck geeignet. BOTAMENT Black Future darf nicht mit Additiven oder Zuschlagstoffen versetzt werden.
Um optimale Ergebnisse zu erzielen, wirr eine baustellenspezifische Probeverarbeitung empfohlen.
Verbrauch
| Bauwerksabdichtung |
Nassschichichtdicke |
Trockenschichtdicke
|
Verbrauch |
| W1-E: Bodenfeuchte und nicht drückendes Wasser |
3,3 mm |
3,0 mm |
3,6 kg/m² |
| W2.1-E: Drückendes Wasser (mäßige Einwirkung) |
4,4 mm |
4,0 mm |
4,8 kg/m² |
| AW3-E: Erdüberschüttete Decken |
4,4 mm |
4,0 mm |
4,8 kg/m² |
AW4-E: Spritzwasser und Bodenfeuchte am Wandsockel
|
3,3 mm |
3,0 mm |
3,6 kg/m² |
|
Die Schichtdickenvorgaben der DIN 18533 sind zu beachten.