Hellgrauer, faserarmierter Spachtel- und Dichtputz
Anwendungsbereich
-
Klebemörtel für Dämmplatten im Perimeter- und Sockelbereich auf Mauerwerk und Beton, auch mit aufgetragener mineralischer Dichtungsschlämme (MDS), Bitumendickbeschichtung (PMBC) und besandeten Polymer-Bitumenbahnen
-
Armierungsmörtel und gefilzter Oberputz im Sockelbereich auf Perimeter-, Sockeldämmplatten und hochwärmedämmenden Wandbaustoffen wie Porenbeton und gefülltem Ziegel
-
2-lagiger Sockelputz mit einer Gesamtputzdicke bis 20 mm auf Mauerwerk und Beton
-
Putzhaftbrücke auf mineralischer oder bituminöser Bauwerksabdichtung für zementäre Sockelputze
-
Klebe- und Beschichtungsmörtel für EPS-Fensterkeile zur Ausbildung einer zweiten Dichtebene unter Fensterbänken und bei bodentiefen Fensterelementen
Eigenschaften
-
bei Gesamtschichtdicken ≥ 7 mm jeweils ohne zusätzlichen Feuchteschutz einsetzbar
-
sehr gut filzbar
-
Farbe: hellgrau
-
faserarmiert
-
hohes Haftvermögen, auch auf Bitumen
-
kapillar nicht leitfähig
-
frost- und tausalzbeständig
Gefahr
H315 Verursacht Hautreizungen.
H318 Verursacht schwere Augenschäden.
Untergrund
Normales und schweres Mauerwerk. Beton. Mauerwerk und Beton mit aufgetragener mineralischer Dichtungsschlämme (MDS), Bitumendickbeschichtung (PMBC) oder besandeten Polymer-Bitumenbahnen. Sockelputze der Kategorie CS III oder CS IV. Perimeter- und Sockeldämmplatten. Schaumglas-Sockeldämmplatten. Tragfähiges Mauerwerk.
Der Untergrund muss trocken, tragfähig, sauber, staubfrei sowie frei von haftmindernden Rückständen, Trennmitteln, Ausblühungen und Sinterschichten sein.
Zur Beurteilung des Putzgrundes sind die VOB/C DIN 18350, Abschnitt 3, DIN EN 13914-1/13914-2 sowie die Putznorm DIN 18550-1/18550-2 zu beachten.
Bitumendickbeschichtungen (PMBC) müssen durchgetrocknet sein. Perimeter- und Sockeldämmplatten müssen den Herstellerangaben entsprechend am Untergrund befestigt sein. Schaumglassockel sind nur überarbeitbar, wenn diese zurückspringend zur Fassade ausgeführt werden.
- Nicht tragfähige Beschichtungen vollständig entfernen.
- Glatte XPS-Dämmplatten aufrauen.
Verarbeitung
Nicht verarbeiten, abbinden und erhärten lassen bei Luft-, Material- und Untergrundtemperaturen unter +5°C sowie über +30°C, direkter Sonneneinstrahlung und/oder starker Windeinwirkung.
Anmischen / Zubereitung / Aufbereitung
Von Hand und mit marktüblichen Putzmaschinen verarbeitbar. Bei maschineller Verarbeitung: Wasserzulauf auf verarbeitungsfähige Konsistenz einstellen. Bei längeren Arbeitsunterbrechungen Putzmaschine und Mörtelschläuche reinigen. Beim händischen Anmischen zunächst die bei den technischen Daten angegebene Wassermenge in ein sauberes Gefäß geben und Trockenmörtel einstreuen. Sauberes Leitungswasser verwenden. Material mit einem geeigneten Rührwerk homogen und knollenfrei anmischen, kurz reifen lassen und nochmals aufrühren. Nicht mit anderen Produkten und/oder Fremdstoffen vermischen.
Auftragen
Kleben von Dämmplatten:
Der Kleberauftrag erfolgt vollflächig im Kammbett auf planebenen Untergründen oder im Punkt-Wulst-Verfahren. Der Klebeflächenanteil muss mindestens 40% betragen. Eine weitere Bearbeitung der angeklebten Dämmplatten erfolgt nach ausreichender Standzeit und Erhärtung des Mörtels, abhängig von den Witterungsbedingungen, frühestens nach ca. 2 - 3 Tagen.
Untergrundabhängig ist eine Verdübelung der Sockeldämmplatten über Geländeoberkante ≥ 150 mm erforderlich.
Armieren von Perimeter- und Sockeldämmplatten:
Die Verarbeitung erfolgt 2-lagig. Die erste Lage ca. 5 mm auftragen und Armierungsgewebe straff und faltenfrei in das obere Drittel der Putzlage einlegen. Die einzelnen Gewebebahnen müssen sich ca. 10 cm überlappen und vollständig mit Armierungsmörtel überdeckt sein. Die zweite Lage als Oberputz am Folgetag ca. 2 mm auftragen, eben verziehen und abfilzen. Gesamtschichtdicke ≥ 7 mm.
Die Gesamtschichtdicke für Schaumglas-Sockeldämmplatten beträgt 7 mm. Diese teilen sich in 1-2 mm Haftspachtelung, 3-4 mm gewebeverstärkte Armierungslage, sowie die Oberputzlage mit 2 mm auf. Zwischen den Schichten ist ein Tag Standzeit einzuplanen.
Auftragen als Sockelputz auf Mauerwerk und Beton:
Die Verarbeitung erfolgt 2-lagig. Die erste Lage bis ca. 10 mm auftragen. Bei größeren Putzdicken bzw. Unebenheiten erfolgt das Auftragen der nächsten Putzlage bis 10 mm am Folgetag. Die abschließende Lage am Folgetag ca. 2-3 mm auftragen, eben verziehen und abfilzen.
Auftragen als Putzhaftbrücke:
Mörtel vollständig auftragen, anpressen und mit der Zahntraufel waagerecht aufkämmen, sodass eine durchgängige Schichtstärke von min. 2 mm in den Traufeltälern entsteht. Nachfolgende Sockelputze dürfen frühestens am Folgetag und spätestens nach 3 Tagen aufgebracht werden. Dabei ist der Putz in Lagen mit max. 10 mm aufzubringen. Die maximale Schichtstärke darf insgesamt 30 mm nicht übersteigen. Die Anwendung als Haftbrücke auf Bitumen ist auf Sockelflächen bis max. 30 cm über GOK begrenzt.
Verarbeitbare Zeit
Ca. 20 bis 30 Minuten. Zeitangaben beziehen sich auf +20°C und 65% relative Luftfeuchtigkeit. Bereits angesteifter Mörtel darf nicht mehr mit zusätzlichem Wasser verdünnt, aufgemischt und weiter verarbeitet werden.
Ergiebigkeit / Verbrauch
Ca. 5 kg/m² zum Kleben; ca. 10 kg/m² zum Armieren + Oberputz mit 7 mm Gesamtschichtdicke