Allbett-Natursteinmörtel, schnell
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innen und außen
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geeignet für Naturwerkstein
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für Schichtdicken von 3 bis 30 mm
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C1 FTE nach DIN EN 12004
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schnell abbindend
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hohe kristalline Wasserbindung
Gefahr
H315 Verursacht Hautreizungen.
H318 Verursacht schwere Augenschäden.
H335 Kann die Atemwege reizen.
Anwendungsgebiet
Speziell zur verfärbungsfreien Verlegung von kalibrierten und unkalibrierten Naturwerksteinplatten (Granit, Porphyr, Kalkstein, Travertin, Sandstein, Quarzit, Marmor u. ä.) sowie Cotto, Steinzeug und Feinsteinzeug im Innen- und Aussenbereich. Weiterhin können mit weber.xerm 866 F Natursteinfensterbänke verlegt werden. Als Untergründe im Bodenbereich sind Zementestriche, Calciumsulfatestriche, Heizestriche und Gussasphaltestriche (Innenbereich) geeignet. Der variabel einsetzbare Mörtel vereint die Eigenschaften eines Dünn-, Mittelbett- und Dickbettmörtels. Er zeichnet sich durch eine relativ schnelle Erhärtung mit hoher kristalliner Wasserbindung, auch bei niedrigeren Temperaturen aus. Somit ist er auch für verfärbungsempfindliches Verlegegut geeignet. Des Weiteren eignet sich weber.xerm 866 F zum kleinflächigen Ausgleichen unebener Untergründe im Schichtdickenbereich bis 30 mm.
Eigenschaften
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Dünn-,Mittel- und Dickbettmörtel
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für Schichtdicken von 3 bis 30 mm
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sehr schwindungsarme Aushärtung
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Farbe: hellgrau
Untergrundvorbereitung
Die Untergründe müssen den Anforderungen gemäß DIN 18157 entsprechen. Die Untergründe müssen ausreichend fest, tragfähig, sauber, trocken, formbeständig und frei von haftungsmindernden Stoffen sein. Betonuntergründe müssen frei von Zementleim sein. Öl-, Fett-, Wachs- und Pflegemittelrückstände sind vollständig zu entfernen. Als Öl- und Fettlöser empfehlen wir weber.sys 894. Alte oder verschmutzte Gussasphaltuntergründe sind mechanisch aufzurauen. Saubere, ausreichend abgesandete Gussasphaltestriche können ohne Voranstrich überarbeitet werden, ansonsten sind Gussasphaltestriche mit weber.prim 803 vorzubehandeln. Kreidende Anstriche sowie feste Lack- und Dispersionsanstriche sind mechanisch zu entfernen.
Die Oberflächen von calciumsulfatgebundenen Fließestrichen sind anzuschleifen, anschließend mittels Industriestaubsauger zu reinigen und danach mit weber.prim 801 zu grundieren. Saugende Untergründe sind mit weber.prim 801 und nicht saugende, glatte Untergründe (im Innenbereich) mit weber.prim 803 vorzubehandeln.
Die notwendigen Untergrundvorbehandlungen sind auf die jeweiligen baustellenspezifischen Gegebenheiten abzustimmen.
Verarbeitung
Die angegebene Menge sauberes Anmachwasser in ein geeignetes Gefäß vorgeben. Anschließend Pulver zugeben und mit geeignetem Rührwerk knollenfrei verrühren. Nach einer Reifezeit von 5 Minuten ist der Mörtel nochmals durchzurühren. Falls erforderlich kann der Mörtel ohne weitere Wasserzugabe mit der Kelle oder dem Rührwerk nachgeschlagen werden. Bei nicht kalibrierten Naturwerksteinplatten sowie allen Natursteinmaterialien, die zur Verfärbung neigen können, ist zunächst eine Kratzspachtelung mit weber.xerm 866 F auf der Rückseite auszuführen. Mit der Glättkelle eine Kontaktschicht aufbringen, anschließend mit einem Kammspachtel in einem Winkel von 45°-60° ein gleichmäßiges Kleberbett aufziehen.
Bei der Verlegung im Dickbett wird der Mörtel mit einer Kelle auf den Untergrund oder die Fliesenrückseite aufgetragen. Großformatige Platten werden mit Verlegehilfen auf die Mörtelfläche aufgelegt und in Höhe und Ebene eingeklopft.
Mörtelreste sind im frischen Zustand mit einem nassen Schwamm zu entfernen. Arbeitsgeräte sofort nach Gebrauch mit Wasser reinigen.
Hinweise
Bereits angesteiftes Material nicht mehr verarbeiten.
Alle Eigenschaften beziehen sich auf eine Temperatur von + 23° C ohne Zugluft und eine relative Luftfeuchtigkeit von 50 %. Höhere Temperaturen und niedrigere Luftfeuchtigkeiten beschleunigen, niedrigere Temperaturen und höhere Luftfeuchtigkeiten verzögern den Reaktionsverlauf.
Metall- und Holzuntergründe müssen vor der Belegung durch geeignete Maßnahmen vorbereitet werden. Für die Verlegung sind die DIN 18157, die aktuellen ZDB-Merkblätter sowie die einschlägigen Richtlinien zu beachten. Die jeweilige maximale Untergrundrestfeuchte darf zum Zeitpunkt der Verlegung nicht überschritten werden. Feuchte, nasse oder zu kalt gelagerte Fliesen, Platten oder Natursteine dürfen nicht verlegt werden.
Bei besonders verfärbungs- und verformungsanfälligen Verlegegütern ist die Verlegung mit einem wasserfreien Kleber (z. B. Reaktionsharzkleber) auszuführen. In Zweifelsfällen sind Vorversuche durchzuführen.
Für die Verklebung von Fliese auf Fliese im Außen-, Dauernass- und Dauerunterwasserbereich (ohne Abdichtung) empfehlen wir den hochflexiblen 2-K-Reaktionsharzkleber weber.xerm 847.
Für die Verlegung von keramischen Belägen und Natursteinen auf Leichtbetonuntergründen empfehlen wir weber.xerm 854, vergütet mit weber.xerm 849. Die Eignung durch Vorversuche überprüfen.
Beim Ausgleichen von Untergründen mit geringeren Druckfestigkeiten und Rohdichten (z. B. Gipsputz, Leichtputze, Porenbetonsteine usw.) oder beim Ausgleichen von Gussasphalt- und Calciumsulfatestrichen, darf die maximale Kleberbettdicke von 3 mm nicht überschritten werden.
Nicht in Verbindung mit Nichteisenmetallen wie Zink, Blei, Kupfer oder Aluminium einsetzen. Einbauteile, z. B. Schienen und Kantenprofile müssen aus Edelstahl bestehen.
Für helle, stark durchscheinende, kalibrierte Naturwerksteinplatten empfehlen wir weber.xerm 864 F.
Bei der Anwendung auf Gussasphalt beträgt die max. Schichtdicke 15 mm, Güte des Estrichs mind. IC 10 bzw. ICH 10.
Verbrauch
8 mm Zahnung:
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ca. 2,2 kg/m²
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10 mm Zahnung:
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ca. 2,8 kg/m²
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Mittelbettzahnung:
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ca. 3,8 kg/m²
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je mm Schichtdicke:
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ca. 1,1 kg/m²
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