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Wie wird ein Schwimmbad gereinigt und in Betrieb genommen?


Wie wird ein Schwimmbad gereinigt und in Betrieb genommen?

 

Damit Bauherren viel Spaß an Ihrem Schwimmbecken haben, sind von allen Beteiligten verschiedene Punkte zu beachten.

 
 

Die Grundreinigung

Bei einem normalen Fliesenbelag erfolgt die erste gründliche Reinigung der Beckenoberfläche nachdem die Fugen ausreichend erhärtet sind. Hierbei werden Rückstände von der Verfugung und der normalen Baustellenverschmutzung entfernen, damit kein Nährboden für eine spätere Verkeimung zurück bleibt. Ansonsten entsteht erfahrungsgemäß ein Befall durch Mikroorganismen, wie z. B. Schimmelpilze. Diese Reinigung erfolgt mit einer Chlorbleichlauge oder entsprechend geeigneten Reinigern auf dieser Basis.

 
 

Reinigung bei Glasmosaik

Wird in einem Schwimmbecken Glasmosaik, das in der Regel eine vorderseitig Papierverklebt hat, verlegt, erfolgt die erste Reinigung der Flächen bereits vor dem Verfugen. Dazu wird der Belag mit Chlorbleichlauge gereinigt und mit klarem Wasser gründlich nachgewaschen, um eine spätere Verkeimung der Fugen zu vermeiden. Nach der Reinigung ist es besonders wichtig das im Bodenbereich angesammelte Schmutz- und Überschußwasser vollständig zu entfernen.
 
 

Die Inbetriebnahme

Vor der Inbetriebnahme des Beckens wird dieses mindestens zwei Wochen lang mit einer erhöhten Chlorkonzentration (mind. 2 mg/l) gefahren. Soll das Becken anschließend mit einer chlorfreien Wasseraufbereitung gefahren werden, muss das Becken regelmäßig optisch kontrolliert werden. Bei den geringsten Anzeichen von Organismen an Beckenwänden oder Beckenboden ist eine Stoßchlorung durchzuführen.
 
 

Die Wartung

Ein Schwimmbecken ist nicht wartungsfrei. In öffentlichen Anlagen ist in der Regel eine professionelle Betreuung sicher gestellt. Bei privaten Schwimmbecken sollten folgende Punkte beachtet werden:
• Die Wasseraufbereitung mussrichtig kalibriert und der Bauherr mit der Bedienung vertraut sein.
• Die Wasserumwälzung sollte ständig betrieben werden, auch zu Nacht- und Urlaubszeiten.
• Die Filteranlage muss durch regelmäßige Wartung (Rückspülung) keimfrei gehalten werden. Im Filter sammeln sich auch organi sche Verunreinigungen, die ein idealer Nährboden für Mikroorganismen sind. In stehendem Wasser, d.h. bei ausgeschalteter Wasserumwälzung, können sich ansonsten diese Mikroorganismen schlagartig vermehren und beim Wiedereinschalten ins Becken gelangen.
• Auch wenn die DIN 19643-1 „Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser“ nur für den öffentlichen Bereich gilt, sollten private Bauherren in Anlehnung an dieses Regelwerk handeln.

Die richtige Wasseraufbereitung ist verantwortlich für optimales Schwimmbeckenwasser und saubere Wand- und Bodenflächen.