Verkieselungslösung zum Herstellen von Horizontalsperren
Eigenschaften
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gebrauchsfertig
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hydrophobierend
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porenverengend
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diffusionsoffen
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gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit
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über 50 Jahre Praxiserfahrung
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lösungsmittelfrei
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geprüft und zertifiziert gemäß WTA-Merkblatt 4-10 bis 95 % Durchfeuchtungsgrad
Gefahr
H314 Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.
Einsatzgebiete
Zur Herstellung von nachträglichen Horizontalsperren bei aufsteigender Feuchtigkeit in Wänden. Durch die Wirkstoffkombination (kapillarverengend / hydrophobierend) wird die kapillare Saugfähigkeit des Baustoffes (Mauerwerk/Beton) unterbrochen.
Verarbeitung
1. Injektage im Niederdruckverfahren:
Ist besonders geeignet, wenn das zu behandelnde Mauerwerk bereits weitgehend oder vollständig mit Wasser durchtränkt ist. Die Bohrlochanordnung richtet sich nach Art und Zustand des Mauerwerkes. Der Bohrlochdurchmesser richtet sich nach dem angewandten Verfahren. Der Bohrlochabstand beträgt in der Regel 10–12,5 cm von Bohrlochmitte bis Bohrlochmitte.
Die Bohrlöcher werden waagerecht in die Lagerfuge oder in einem Neigungswinkel bis 45° angebracht.
Die Bohrlochtiefe beträgt etwa 5 cm weniger als die Mauerwerksdicke. Bei dichtem, schwach saugendem Ziegelmauerwerk sowie bei waagerechten Bohrlöchern wird eine zweireihige Bohrlochanordnung gewählt.
Hierbei sollte der Höhenversatz < 8 cm sein. Bei saugfähigem Natursteinmauerwerk die Bohrlöcher in den Stein und bei dichten Bruchsteinmauerwerk in die Fugen setzen. Bei Wanddicken über 60 cm und Ecken sollten die Bohrlöcher von beiden Seiten angeordnet werden. Vor der Tränkung den Bohrstaub entfernen.
Eine Verdämmung des Mauerwerkes mit AQUAFIN-1K im Bereich der Bohrlochsperre, verhindert das Austreten von AQUAFIN-F. In die Bohrlöcher Injektionspacker einsetzen.
Mauerwerk mit größeren Hohlräumen, Kammersteinen, Rissen bzw. offenen Fugen bis 5 mm vor Durchführung der Bohrlochinjektage mit ASOCRET-BM ausfüllen bzw. auspressen. Nach Durchtrocknung des Bohrlochmörtels AQUAFIN-F ebenfalls unter Druck von 10 bar injizieren.
Die Injektion so lange aufrecht erhalten, bis der benachbarte Fugenmörtel mit AQUAFIN-F mattglänzend gefüllt ist.
Nach ca. 24 Std. die Packer entfernen und die Löcher mit ASOCRET-BM schließen.
Informationen zu geeigneten Injektionsgeräten, z. B. HighPump Low oder HighPump Duo, über Fa. Dittmann Sanierungstechnik GmbH, Hohen Neuendorf, www.saniertechnik.de.
2. Injektage ohne Druckgerät:
Im Abstand von 10–12,5 cm Bohrlöcher von 30 mm und einem Neigungswinkel zwischen 45° und 30° anlegen. Die Bohrlochtiefe beträgt etwa 5 cm weniger als die Mauerwerksdicke. Bei der Festlegung des Bohrwinkels ist darauf zu achten, dass mindestens eine Lagerfuge, bei dickerem Mauerwerk mind. 2 Lagerfugen, erfasst werden. Es empfiehlt sich, die Bohrlöcher in zwei Ebenen anzuordnen. Der Abstand der Bohrlöcher von Mitte zu Mitte, richtet sich nach der Saugfähigkeit des Mauerwerks. Je enger der Bohrlochabstand, um so größer die Sicherheit für den Erfolg der Maßnahme.
Zum Bohren sind elektropneumatische Bohrgeräte (z. B. Hilti) mit entsprechenden Bohrern geeignet, die möglichst erschütterungsfrei arbeiten.
Bei Wanddicken über 60 cm und Ecken sollten die Bohrlöcher beidseitig angeordnet werden. Vor der Tränkung den Bohrstaub entfernen. Anschließend AQUAFIN-F in die Bohrlöcher einbringen. Besonders zweckmäßig ist die Injektage aus Vorratsgefäßen (Trichter mit Druckstopfen). Die Tränkzeit sollte bis zur vollständigen Sättigung des Untergrundes erfolgen.
Die Bohrlöcher anschließend mit ASOCRET-BM verfüllen.
Für das Verschließen offener Fugen, Risse und Hohlstellen gelten die gleichen Bedingungen wie für das Verfahren der Druckinjektage.
3. Flankierende Maßnahmen:
Nach Durchführung der Mauerwerkinjektage mit AQUAFIN-F gegen aufsteigende Mauerfeuchtigkeit sind zusätzliche, geeignete, flankierende Maßnahmen notwendig. Dazu gehören im wesentlichen die Putzinstandsetzung mit THERMOPAL-Sanierputzsystem, die Vertikalabdichtung der erdberührten Außenflächen mit AQUAFIN-RB400 bzw. AQUAFIN-2K/M-PLUS oder COMBIDIC-2K-CLASSIC bzw. COMBIFLEX-EL, ggf. das Anlegen einer Drainage nach DIN 4095, sowie die Beseitigung eventueller bautechnischer Mängel.
Flächenabdichtungen:
Die gereinigten Flächen bis zur Sättigung in mind. 1 Arbeitsgang imprägnieren. Auf die noch feuchte Imprägnierung AQUAFIN-1K in mind. 2 Arbeitsgängen zum Erreichen der erforderlichen Mindesttrockenschichtdicke von 2,0 mm auftragen.
Nach Durchtrocknung der Dichtungsschlämme den Spritzbewurf THERMOPAL-SP volldeckend aufbringen. Anschließend THERMOPAL-ULTRA als Kondensatspeicher auftragen.
Verbrauch
- je nach Saugverhalten des Mauerwerks (durch Probebohrlöcher ermitteln), mind. 15 kg/m2, z.B. 36 cm dicke Wand = mind. 5,5 kg/lfm